Nestbau entfällt – Renovationen können bei Schwangerschaft Gesundheitsprobleme auslösen

In einer Langzeitstudie wurden 600 Mütter und ihre Säuglinge vor, während und nach der Geburt auf Schadstoffe durch Renovierungsmaßnahmen untersucht. Die Forschungen von der Uni Leipzig fanden dabei heraus, dass beim „Nestbau“, wenn also die Kinderzimmer oder die Wohnung für das Kind neu hergerichtet werden besondere Gefahren lauern. Vorallem im Boden, so wurde festgestellt, dass die flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffe wie Styrol oder Benzol welche z.B. in Teppichböden, Laminat, PVC vorkommen, besondere Risiken für das Kind bergen:

„Also wir haben hier in unserer Studie gesehen, dass Fußböden offensichtlich immer ein besonderes Risiko vermitteln bei den kleinen Kindern. Wir haben gefunden, dass sich das Immunsystem verändert, bei den neugeborenen Kindern und eben auch Atemwegserkrankungen, wie diese pfeifende Atmung, sehr viel häufiger auftreten in den ersten Lebensjahren, wenn Fußböden großflächig verlegt und verklebt wurden sind.“

Die gesundheitsschädlichen Einflüsse sind vor der Geburt sogar noch höher als bei Renovierungsmaßnahmen nach der Geburt. Die Forscher empfehlen deshalb auf große Renovierungsmaßnahmen zu verzichten. In den alten Böden, sind meist keine flüchtige organische Kohlenwasserstoffe mehr enthalten.

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