Lachgas als neuer Trend in der Geburtshilfe

Distickstoffmonoxid (N2O) bekannt unter dem Namen Lachgas, nimmt wieder vermehrt Einzug in die deutsche Geburtshilfe.
Lange Zeit stand Lachgas im Verdacht zum Abfall der mütterlichen Sauerstoffsättigung zu führen, dies wird aber durch die eingesetzte Mischung (50% Lachgas und Sauerstoff) wirkungsvoll verhindert.
Sehr gute Erfahrungen mit Lachgaseinsatz haben Länder wie Großbritannien, Finnland, Australien, Kanada, u.a.. Dort wird Lachgas bei fast jeder zweiten Geburt eingesetzt. Lachgas wird über eine Atemmaske während der Geburt verabreicht, dabei steuert die Gebärende je nach Bedürfnis und individuellem Schmerzempfinden ihre Dosis selbst. Lachgas schaltet nicht wie eine PDA den Geburtsschmerz völlig aus sondern dämpft ihn. Somit wird die Wehentätigkeit nicht beeinflusst und ein bewusstes Miterleben der Geburt ermöglicht.

Die Wirkung von Lachgas tritt meist im Zeitraum ab 30 Sekunden ein und klingt innerhalb weniger Minuten schnell wieder ab. Bekannte Nebenwirkungen sind Übelkeit und Erbrechen (bis zu 8,4%), Schwindel (bis zu 2,4%) und in seltenen Fällen Halluzinationen (<1%).

Derzeit fehlen noch weitere wissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich der Wirkung und Folgen von Lachgas auf den Fetus und die Gebärende, dies wird von den Fachgesellschaften als aufklärungspflichtig angesehen.

Weiter Informationen:
Gemeinsame Stellungnahme von DGAI und DGGG
Doccheck News
Lachgas Lehrbuch online
Bericht Tagesspiegel

Spontangeburt nach Kaiserschnitt

Eine Spontangeburt (vaginal) ist auch nach Kaiserschnitt möglich. Laut einer groß angelegten Studie mit 150.00 Frauen, bei denen das erste Kind per Sectio zur Welt kam, konnten danach zwei Drittel das zweite Kind vaginal entbinden. In einem Geburtsplanungsgespräch können die Möglichkeiten erörtert werden.

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Schwerwiegende Komplikationen durch geplante Kaiserschnitte

Geplante Kaiserschnitte liegen im Trend. Die Mütter versprechen sich meist eine entspannte Geburt und die Kliniken mehr Planungssicherheit. Wenn es jedoch ums Kind geht, ist zur-Welt-kommen mittels geplantem Kaiserschnitt nicht immer risikolos zu haben. In einer im „New England Journal of Medicine“ publizierten Studie aus dem Jahr 2009, wurden 13.258 Kaiserschnitte untersucht, von denen 35,8 Prozent vor der abgeschlossenen 39. Woche durchgeführt wurden. Bei acht Prozent der Kinder kam es zu schwerwiegenden Komplikationen. Lag der Kaiserschnitt in der 38. Woche, stieg die Rate der Komplikationen auf elf Prozent und in der 37. Woche sogar auf 15,3 Prozent. Berichtet wurde von Atemproblemen, Unterzuckerung und weiteren Problemen, die eine Verlegung auf eine Kinderintensivstation notwendig machten.

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Nestbau entfällt – Renovationen können bei Schwangerschaft Gesundheitsprobleme auslösen

In einer Langzeitstudie wurden 600 Mütter und ihre Säuglinge vor, während und nach der Geburt auf Schadstoffe durch Renovierungsmaßnahmen untersucht. Die Forschungen von der Uni Leipzig fanden dabei heraus, dass beim „Nestbau“, wenn also die Kinderzimmer oder die Wohnung für das Kind neu hergerichtet werden besondere Gefahren lauern. Vorallem im Boden, so wurde festgestellt, dass die flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffe wie Styrol oder Benzol welche z.B. in Teppichböden, Laminat, PVC vorkommen, besondere Risiken für das Kind bergen:

„Also wir haben hier in unserer Studie gesehen, dass Fußböden offensichtlich immer ein besonderes Risiko vermitteln bei den kleinen Kindern. Wir haben gefunden, dass sich das Immunsystem verändert, bei den neugeborenen Kindern und eben auch Atemwegserkrankungen, wie diese pfeifende Atmung, sehr viel häufiger auftreten in den ersten Lebensjahren, wenn Fußböden großflächig verlegt und verklebt wurden sind.“

Die gesundheitsschädlichen Einflüsse sind vor der Geburt sogar noch höher als bei Renovierungsmaßnahmen nach der Geburt. Die Forscher empfehlen deshalb auf große Renovierungsmaßnahmen zu verzichten. In den alten Böden, sind meist keine flüchtige organische Kohlenwasserstoffe mehr enthalten.

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Unsere Hebamme Kampagne des Hebammenverbandes

dhv_banner_500x250_kreisHebammen werden zur Mangelware! Es fehlen vorallem im Ländlichen Raum vermehrt Hebammen für Kurse, Vor- und Nachsorge. Auch in Krankenhäuser, sind Hebammen meist mit vielen Geburten gleichzeitig beschäftigt, dabei bleibt eine umfassende Betreuung häufig auf der Strecke. Auch die nach wie vor hohen Versicherungsbeiträge und -steigerungen wirken sich negativ auf die Angebote aus. Deshab unterstützen Sie mit Ihrer Stimme die Kampagne des Deutschen Hebammenverbandes

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England empfiehlt Hausgeburten

In England bahnt sich eine Wende an, die National Institute for Health and Care Excellence empfiehlt bei allen unkomplizierten Schwangerschaften die Hausgeburt, diese terffe also auf rund 45% aller Geburten in England zu. Hausgeburten kommen laut Studien mit weniger geburtshilflichen Interventionen aus als eine Krankenhausgeburt…

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Paracetamol Forscher haben Bedenken

Forscher haben Bedenken bei Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft.
Schwangere sollten nicht bedenkenlos zum Schmerzmittel Paracetamol greifen. Neuere Forschungen legen nahe, dass es auch zu Nachteiligen Effekten fürhen kann. Mehr dazu können sie Nachlesen im Ärzteblatt

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Elterngeld

Was werdende Eltern über die Zusatzleistung vom Staat wissen sollten

Das Elterngeld soll es Vätern und Müttern finanziell ermöglichen, bis zu 14 Monate ihr Kind selbst zu betreuen. Weil sie in der Zeit nichts verdienen, bekommen sie eine finanzielle Ersatzleistung vom Staat. Doch wie berechne ich die Höhe des Elterngeldes? Wann bekommen es auch Väter? Und kann ich trotz Elterngeld nebenher etwas dazuverdienen? Antworten auf alle wichtigen Fragen.

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